Td5

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Motordaten für Td5
Typ Turbo-Diesel (Direkteinspritzung)
Lage längs
Hubraum (ccm) 2.498
Zylinder 5
Zylinderanordnung Reihe
Zündfolge 1-2-4-5-3
Ventile 10
Bohrung (mm) 84,45
Hub (mm) 88,95
Verdichtung 19,5:1
Leistung KW (PS)/min-1
  • Defender: 90 KW (122 PS)
  • Discovery II: 102 KW (139 PS)
Drehmoment (Nm/min-1)
  • Discovery II: 340 Nm
Fahrzeuge

Die Bezeichnung Td5 kommt aus dem Hause Land Rover und bezeichnet einen von LR entwickelt Diesel-Motor mit 5 Zylindern und 2495 cm3 Hubraum mit Pumpe-Düse System. Es ist der erste Motor im Hause, der über eine Steuerungselektronik, die ECU, verfügt, was anfangs und z.T. heute noch von einigen Besitzern/Fahrern skeptisch beurteilt wird, gilt Elektronik doch als anfällig und vor allen Dingen als wasserscheu. Die ECU des Motors 10P war jedoch noch nicht programmierbar. Bei 91 kW (122 PS) bringt er ein Drehmoment von 264 Nm bei 1.950 Umdrehungen/Min.
Dieser Motor wurde von 1999 bis 2006 in mehreren Modellen eingesetzt. Zwei Motorcodes dienen hier zu Unterscheidung:

  • '99 bis '02 war der Motorcode 10P,
  • '03 bis '06 war der Motorcode 15P bzw. 16P.
  • Seriennummer = Unter dem Abgaskrümmer an der linken Seite des Zylinderblocks

Entwicklung

Initial sollte eine V8 Dieselversion unter dem Projektnamen Iceberg entwickelt werden, was aber Ende 1983 verworfen wurde. Diesem Projekt folgte Falcon, in dem ein bestehender Diesel per Turbo aufgeladen und auf 2,5 Liter vergrößert werden sollte, welches zum 2,5 L Turbodiesel führte. Der Td5 entstand aus dem Projekt Gemini. Obwohl die Diesel-Direkteinspritzung als sparsam bekannt war, gab es u.a. noch Probleme mit der Geräuschentwicklung. Bosch und Lucas/CAV arbeiteten bereits an Lösungen, was John Bilton, dem Chef der Antriebsentwicklung, bekannt war. Um sich diesbezüglich Rat und eine Lösung zu holen, wandte er sich an AVL. An der Entwicklung des Motors war diese schweizer Firma, mit Sitz in Graz, besonders beteiligt. Sie half Land Rover bei der Entwicklung des Verbrennungsvorgangs durch Direkteinspritzung und erhöhte auch die Robustheit des Td5 Aggregats.

Der neue Motor wurde genauso groß wie der 2,5 Liter Turbo Diesel, verwendete nun aber einen Zylinderkopf aus Aluminium, einen neuen Motorblock, neue Kolben und Pleuelstangen. Der Kühlwasserfluss wurde geändert. Am Ende war der Td5 letztendlich 20 kg leichter. Der Turbolader ist ein Garret GT2052 (wobei es von denen drei unterschiedliche gibt, die sich leicht unterscheiden).

Der Motor ist mehr als 3 Millionen Testkilometer gelaufen und neun Monate bevor der Discovery in 1989 auf den Markt kam, wurde entschieden, den Motor dort und in allen folgenden Dieselfahrzeugen zu verwenden

Td5 ab 2003

Eine Überarbeitung des Motors gab es ab dem Modelljahr 2003 (Motorcode 15P), das einige Verbesserungen mit sich brachte, aber im Wesentlichen zur Optimierung des Motors diente. Ab diesem Motor ist die Nachrüstung eines Dieselrußpartikelfilter und damit die Einfahrt in Umweltzonen (nur grüne Plakette) möglich. Bei der Nachrüstung wird der Katalysator entfernt und stattdessen der Filter eingebaut. Man erkennt diese neuere Motorvariante an

  • den runden Rückfahr- und Nebelleuchten hinten
  • der programmierbare/flashbare ECU
  • dem Umgebungsdrucksensor, er ist mir vier anstatt drei Kabeln angeschlossen
  • der Dieselrückführung ausserhalb des Zylinderkopfs und somit geänderter Kraftstoffanschlussblock.

Es sollten alle Merkmale zutreffen, da einzelne auch durch Umbauten zustande kommen könnten.

Das Standard-Getriebe für die Td5-Motoren ist das R380.

Ursprünglich war geplant eine ganze Motorenreihe 4 bis 6 Zylinder zu entwickeln, die die Bezeichnungen Td4 bis Td6 tragen sollten. Diese Motoren wurden notwendig, um die strengeren Abgasvorschriften der Europäischen Union umzusetzen. Als 1994 BMW der Eigentümer von Land Rover wurde, starben die 4- und die 6-Zylinder-Version, nur der 5-Zylinder blieb erhalten. Der Td5-Motor wurde bis zum Start des neuen Modells [Td4]] im Jahr 2007 verbaut.

Einzelkomponenten

A

G

K

Weitere Landypedia Artikel

Literatur

  • Martin Hodder: you&your Land Rover Ninety, One Ten & Defender. Haynes, Somerset 2003, 978-1-85960-667-4.