Discovery

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Geschichte

Bereits 1974 überlegte man bei Land Rover neben dem Range Rover und dem Serie III ein weiteres Fahrzeug aufzulegen. Das Projekt erhielt damals den Namen SD5. 1986 begann Land Rover dann ernsthaft mit der Entwicklung eines Modells, das die Lücke zwischen dem Nachfolger der Serie III', dem Defender, und dem Range Rover schließen sollte. Unter dem Projeknamen Jay entwickelte das Projektteam, unter der Leitung von Mike Donovan, in nur 3 Jahren auf Basis des Range Rover Chassis ein neues Modell, welches auch noch weitere Teile vom Range verwendete. So z.B. die Frontscheibe, Türen und Fahrwerk. Andere Teile stammten von Rover Fahrzeugen, wie z.B. die Heckleuchten und Frontscheinwerfer. Als erster Motor kam das frisch für den Defender entickelte Aggregat gerade recht.
Die Geländegängikeit war von Anfang an Teil des Konzepts. So erhielt auch dieses Modell Starrachsen und Leiterrahmen, permanenten Allradantrieb mit Untersetzungsgetriebe und sperrbarem Mitteldifferential. Scheibenbremsen rundherum und Servolenkung. Die Karosserie bestand aus Aluminium welches auf einen Stahrahmen aufgebracht wurde, das Dach war aus Stahlblech. Die sogenannten Alpine-Fenster seitlich im Dach waren zeigten klar die Verwandschaft zum Defender.
1989 kam er auf den Markt. Anfang 2012 lief der 1.000.000 Discovery vom Band.

Discovery Serie I

Discovery Serie I, Facelift 1995, Rechtslenker
1988 wurde der Discovery I vorgestellt und ging ab 1989 in den Verkauf. Mit ihm wurde der neue 200 Tdi Motor eingeführt. Der Discovery wurde bewusst etwas kurz gehalten, damit er nicht die Kundschaft des Range Rover anzog. So gab es ihn die ersten Jahre nicht mit Automatikgetriebe. Die 3,5 Liter V8 Version wurde in Europa eher selten verkauft.

Zunächst als Dreitürer angeboten kam erst nach einem Jahr eine fünftürige Version auf den Markt, die die gleichen Dimensionen hatte. 1992 folge das ZF-Automatikgetriebe in den V8 Modellen. Ab 1994 fand sich dieses auch in den Dieselfahrzeugen. Der 3,5 Liter V8 wurde durch das 3,9 Liter Aggregat ersetzt. 1995 gab es ein Facelift. Die Leistung des Diesels mit neuer Bosch Einspritzanlage stieg auf 122 PS. Ab 1997 wurde das bis dahin optionale Sicherheitspaket aus ABS und Airbags Serienausstattung in den viertürigen Modellen. Ebenfalls Standard wurden die elektrischern Fensterheber und Aussenspiegel.
Man kann ihn als Erfolgsmodell bezeichnen, was sich in den ersten acht Jahren mit 353.000 verkauften Modellen ausdrückte, obwohl er mit zahlreichen Problemen, gerade in der ersten Zeit, zu kämpfen hatte. Seinen Höhepunkt hatter er 1995 mit ca. 70.000 verkauften Fahrzeugen, womit er den Spitzenplatz aller Land Rover Fahrzeuge einnahm.
Ab 1993 wurde er sogar als leichtes Nutzfahrzeug mit geschlossenem Kastenheck angeboten. Im gleichen Jahr gab es dann auch einen 2,0 Liter Benzinmotor, der dazu diente einer neuen Dienstwagensteuer zu entgehen, die nach Kaufpreis und Hubraum berechnet wurde. Honda verkaufte den Discovery I unter eigenem Markennamen als Crossroad in Japan.



Discovery Serie II

Discovery Serie II, Facelift 2003 (Disco IIa)
1999 kam der Discovery II, Codename Tempest, mit vielen technischen Neuerungen auf den Markt, die man ihm von außen nicht ansah. Eine Kritik die er sich gefallen lassen musste, sah er doch seinem Vorgänger sehr ähnlich, obwohl er 150 mm länger war. Es gab ihn nur noch als Viertürer.

Als Dieseltriebwerk wurde der Td5 Motor verwendet, jedoch mit etwas mehr Leistung als im Defender. 139 PS anstatt 122 PS spendierte man dem Disco, wie der Wagen üblicherweise genannt wird. Das Dieselmodell erhielt ein Schaltgetriebe, der V8 mit nun 4,0 Litern und 184 PS weiterhin eine Automatik.
Geländetechnisch erhielt er die Bergabfahrhilfe HDC und die elektronische Traktionskontrolle aus dem Freelander, die Mitteldifferenzialsperre entfiel (ausser für japanische Modelle), das Reduziergetriebe blieb. Ebenfalls war nun als Option eine Luftfederung mit Niveauregulierung erhältlich. Weitere technische Änderungen gab es am Fahrwerk und der Hinterachse: Es wurde ein Neigungssystem (ACE) für verbesserte Kurvenstabilität verbaut und die Querführung der Hinterachse wurde nicht mehr mit einem Dreieckslenker sondern einem Wattgestänge realisiert. Letzteres erlaubt höhere Geschwindigkeiten, da es im Gegensatz zum Panhardstab beim Einfedern keinen seitlichen Versatz gibt und anders als beim Dreieckslenker der Radstand gleich bleibt.
Das Modelljahr 2003 erhielt noch ein Facelift und wieder als Option das lang vermisste Mitteldifferential mit Sperre. Das Facelift führte den Wagen optisch näher an die Range Rover Modelle heran und vereinheitlichte weiter das Äussere der Land Rover Modelle. Es gab runde, verschachtelte Frontleuchten, ähnlich wie beim Range Rover. Die Stoßstange wanderte etwas höher. 2004 endete die Produktion mit insgesamt ca. 700.000 gebauten Einheiten seit 1989.
Die nächste Modellgeneration sollte dann ein völlig neues Fahrzeug werden.



Discovery 3

Discovery 3, Rechtslenker
Erste Entwürfe für die neue Discovery Generation hat es schon unter BMW gegeben, nur erteilten die dem Projekt nie Starterlaubnis. Zusehr befürchtete man Konkurrenz für den X5 im eigenen Hause. Mit dem Verkauf von Land Rover an Ford startete das Entwicklungsprojekt unter dem neuen Besitzer sofort.

Komfort war ein wichtiger Punkt, bei der Entwicklung dieses erneut um 130 mm verlängerten Fahrzeugs. So wurde der Entwicklung des Innenraums eine hohe Priorität zugewiesen, nach der sich andere Fahrzeugbereiche zu richten hatten. Chefdesigner war Geoff Upex.
Es gab als Option Kurvenlicht und Xenon Scheinwerfer, in der an das neue Land Rover Familienbild angepassten Frontpartie.
Mit der dritten Auflage des Discos verabschiedete man sich erstmalig vom reinen Leiterrahmen. Die neue Plattform T5, eine in die Karosserie integrierte Rahmenstruktur, teilt sich noch der Range Rover Sport mit ihm. Sie wurde von Land Rover entwickelt und wird als Integrated Body-Frame bezeichnet. Sie besteht aus einer Monocoque Karosserie für den Motor- und Innenraum, welcher mit einem einfachen Leiterrahmen für die Aufnahme des Getriebes und der Einzelradaufhängung verbunden wird. Durch diese Konstruktion möchte man die Vorteile beider Bauarten vereinen. Bei der Karosserie wurde wieder Aluminium und Stahl verwendet. Ersteres nur noch für die Motorhaube und den untere Teil der zweiteiligen Heckklappe. Bis auf die Basisversion waren alle Modelle luftgefedert und mit Niveauregulierung versehen.
In der dritten Generation standen dann auch zwei neue Motoren zur Verfügung, der 2,8 Liter Turbodiesel TDV6 von Ford/PSA und ein 4,4 Liter V8 Benzinmotor. Für das Gelände wurde nun auch dieses Modell mit dem Terrain Response System ausgestattet, jedoch mit fünf Fahrprogrammen. Der Freelander hatte nur vier. und, erstmalig für Land Rover, erhielt das Fahrzeug auch eine elektronische Hinterachs-Differentialsperre. Das Reserverad wanderte im Heck unter den Wagen.



Discovery 4

Discovery 4
Mit dem Discovery 4 bekam auch diese Modellserie 2009 das neue Markengesicht verpasst, den Kühlergrill mit den ventilierten Streben. Es ist kein wirklich neuentwickeltes Modell, sondern basiert im Wesentlichen auf dem Disco 3. Diesem Modell standen neue Motoren zur Verfügung. Es gab nun einen 245 PS starken 3,0 Liter Biturbo-Diesel von der von Jaguar und PSA in Kooperation entwickelt wurde. Eine Version dieses Motors mit etwas weniger Leistung ersetzte dann 2011 den 2,8 Liter Motor. Der auf 5 Liter Hubraum vergrößerte V8 wird nicht mehr in allen Ländern angeboten.

Das Fahrzeug ist mit einer ganzen Reihe elektronischer Systeme versehen:

Die mittlerweile serienmäßige Luftfederung erlaubt das Anheben des Fahrzeugs um 125 mm und das Absenken um 50 mm.

2011 gewann der Disco 4 den 2. Platz bei den Offroad Awards des bekannten 4x4 Magazins Off Road in der Kategorie Luxus Geländewagen. Er musste sich nur dem Mercedes Benz G Modell geschlagen geben.

Wie der Range Rover Sport auch, erhielt der Discovery 4 zum Modelljahr 2012 ein 8-Gang Automatikgetriebe von ZF sowie einen stärkeren SDV6 Diesel mit nun 256 anstatt 245 PS und 600 Nm.

Discovery Sport

Vom Fahrzeugmodell zur Fahrzeufamilie - 2015 wird sich der Discovery von einem Modell zu einer Modellfamilie wandeln, so wie es auch beim Range Rover passiert ist. Als neues Mitglied der Discovery Familie wird die 3. Generation des Freelanders als Discovery Sport hinzu stoßen.

Die Modelle

Da der Discovery sich zwischen den Modellfamilien unterscheidet, sind die einzelnen Modelle in eigenen Artikeln beschrieben.

Literatur

  • Nick Dimbleby: Das grosse Land Rover Buch. Heel, Gut Pottscheid 2008, 978-3-89880-946-7.