El Chott Rally, Tunesien

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Idee und Vorbereitung

Bild 1
Im Sommer 2010 hatten wir die Idee, die El Chott in Tunesien mit zu fahren. Das entsprechende Auto für die Trip hatte Ali bereits, es musste lediglich der ein oder andere Umbau durchgeführt werden. Rückbank raus, anderes Fahrwerk und Stoßdämpfer rein, Überrollkäfig, GPS-Empfänger, Tripmaster, Halterungen für Reservekanister und Computer, Interkom und Unterfahrschutz. Und das waren nur die "großen Baustellen", dazu kamen kleine Arbeiten, wie Trinkwasserkanister verzurren, Ritzen abkleben, etc.

Und all das aus eigener Tasche.

Für die Rallye sind wir dann an ein paar Firmen herangetreten, die uns freundlicher weise mit ihren Produkten unterstützt haben. Danach war der Defender wüstentauglich, die Rallye konnte los gehen.

Start

Dafür mussten wir aber erstmal 1000 KM und die Alpen hinter uns bringen um nach Mailand zu kommen. Von dort ging es dann mit zig anderen Rallyeteilnehmern und Touristen mit der Fähre nach Tunis. Dort galt es dann, die erste Hürde zu nehmen - den Zoll. Nach etlichen Stunden Wartezeit im Hafen und dem ein oder anderen Bakschisch (ich musste tatsächlich eine 0,5l-Dose Red Bull abrücken!) durften wir endlich losfahren.

Die Rally

Bild 2
Die Rallye zog sich über 13 Etappen und war für uns Anfänger ziemlich anspruchsvoll. Wir wissen jetzt auch, was es heißt, sich im Sand festzufahren. Die Erfahrung hat uns drei angeblich unzerstörbare Sandbleche, viel Schweiß und Nerven gekostet.
Bild 3
Der überwiegende Teil der Rallye bestand aus Pistenetappen. Da hieß es dann nur "put the paddle on the mattel" um schnellst möglich von Wegpunkt zu Wegpunkt kommen. Dazwischen waren aber auch ordentliche Dünenabschnitte in denen zum Navigieren auch noch das fahrerische Geschick gefragt war. Bei diesen Etappen wurde die Reihenfolge der einzelnen Fahrzeuge manchmal ganz schön durcheinander geworfen.

Abends waren wir teilweise in sehr ordentlichen Hotels, meistens aber in Oasencampingplätzen untergebracht. Wobei so ein Campingplatz mit Palmen mitten in der Wüste schon etwas reizvoller war. Nach der letzten Etappe kommt naturgemäß die Zieleinfahrt. Dort hieß es dann für uns: 2. Platz in der Klasse Serienfahrzeug! - Nicht schlecht für zwei Anfänger.

Bild 4
Für das nächste mal im November 2011 haben wir uns den 1. Platz vorgenommen. Man muss sich ja immer ein bisschen verbessern ;-)