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Lange bevor Name Defender geplant war wusste Land Rover dass etwas mit den Dieselmotoren aus eigenem Hause passieren musste.
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[[Kategorie:Motor]]
Das wichtigste und vielversprechendste Projekt mit Namen Gemini startete Anfang 1985. Diese war das Schlüsselprojekt von John  
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Lange bevor Name [[110 / 90 / Defender|Defender]] geplant war wusste [[Land Rover]], dass etwas mit den Dieselmotoren aus eigenem Hause passieren musste.
Bilton, dem verantwortlichen Leiter für die Entwicklung Antriebsstrang.  
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Das wichtigste und vielversprechendste Projekt mit Namen Gemini startete Anfang 1985. Dieses war das Schlüsselprojekt von [[John Bilton]], dem verantwortlichen Leiter für die Entwicklung Antriebsstrang.  
Er war überzeugt der Weg nach vorn im europäischen Geländewagen Markt würde über eine neue Generation von Dieselmotoren führen.
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Er war überzeugt, der Weg nach vorn im europäischen Geländewagenmarkt würde über eine neue Generation von Dieselmotoren führen.
Die Entwicklungsstufe der direkteinspritzenden Dieselmotoren stand noch am Anfang und war zwar durch geringen Kraftstoffverbrauch
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Die Entwicklungsstufe der direkteinspritzenden Dieselmotoren stand noch am Anfang und war durch geringen Kraftstoffverbrauch zwar bestens bekannt, aber durch den ziemlich raue Motorlauf und das harte Verbrennungsgeräusch waren diese Motoren noch nicht ganz ausgereift.
zwar bestens bekannt, aber der recht raue Motorlauf und das harte Verbrennungsgeräusch war noch nicht ganz so ausgereift.
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Sowohl Bosch, als auch Lucas/CAV hatten mit der Entwicklung von verschiedenen Systemen von Einspritzdüsen für diese neue Generation von direkteinspritzenden Turbodieseln experimentiert und standen kurz vor dem Durchbruch mit ihrer neuesten Düsengeneration.  
Sowohl Bosch, als auch Lucas/ CAV waren mit der Entwicklung von verschiedenen Systemen von Einspritzdüsen für diese neue Generation
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Bilton wusste, dass mit diesen neuen Düsen der Weg zum Durchbruch geebnet sein würde. Diese Bestrebungen mündeten letztendlich in dem Tdi Motor.
von direkteinspritzenden Turbodieseln experimentiert und standen kurz vor dem Durchbruch mit ihrer neuesten Düsengeneration.  
 
Bilton wusste dass mit diesen neuen Düsen der Weg zum Durchbruch geebnet sein würde.
 
  
Der grundsätzliche Aufbau des 200Tdi und späteren 300Tdi Motors, basierte auf dem 2,5l Turbo Diesel, jedoch wurden unter anderem  
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Der grundsätzliche Aufbau des [[200Tdi]] und späteren [[300Tdi]] Motors basierte auf dem [[2,5 L Turbodiesel]], jedoch wurden unter anderem  
ein neuer Block, neue Kolben und neue Pleulstangen verwendet, und die Strömungsrichtung des Kühlkreislaufs wurde umgedreht.
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ein neuer Block, neue Kolben und neue Pleuelstangen verwendet und die Strömungsrichtung des Kühlkreislaufs wurde umgedreht. Produziert wurde der Motor auf den bestehenden Produktionslinien des 2,5TD Motors in Solihull.<br>
Trotzdem konnte der neue Motor auf der Produktionslinie des alten 2,5TD in Solihull produziert werden.
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Der wesentliche Unterschied zum alten 2,5TD war aber der neue CNC gefräste Aluminium-Zylinderkopf. Die vorhandene Ansteuerung der Nockenwelle und die Betätigung der Ventile über Stößelstangen hingegen wurde beibehalten. Die Gewichtsreduktion des Aggregats gegenüber dem 2,5TD betrug so stattliche 20kg, er produzierte annähernd die gleiche Leistung wie der damals für den [[Range Rover]] zugekaufte VM Dieselmotor, bot aber im unteren Drehzahlbereich mehr Drehmoment.
Der eigentlich wesentlichste Unterschied zum alten 2,5TD war aber der neue CNC gefräste Aluminium Zylinderkopf, die alte Ansteuerung der  
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Es war somit klar, das dieser Motor in der gesamten Produktpalette eingesetzt werden könnte, so wie es auch beabsichtigt war.
Nockenwelle und die Betätigung der Ventile über Stößelstangen hingegen wurde beibehalten. Die Gewichtsreduktion des Aggregats gegenüber
 
dem 2,5TD, betrug so stattliche 20kg, er produzierte annähernd die gleiche Leistung wie der damals für den Range Rover zugekaufte VM  
 
Dieselmotor, bot aber im unteren Drehzahlbereich mehr Drehmoment.
 
Es war somit klar das dieser Motor in der gesamten Produktpalette eingesetzt werden könnte, so wie es auch beabsichtigt war.
 
  
Neun Monate vor Erscheinen des Land Rover Discovery 1989 wurde endgültig entschieden dass der Gemini Motor dort eingesetzt werden
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Neun Monate vor Erscheinen des Land Rover [[Discovery]] 1989 wurde endgültig entschieden, dass der Gemini Motor dort eingesetzt werden wird und später für die ganze Palette der Land Rover Diesel Modelle übernommen würde.
wird und später für die ganze Palette der Land Rover Diesel Modelle übernommen würde.
 
  
Technische Daten 200Tdi:  Wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Turbodieselmotor, direkte Einspritzung, Hubraum 2495ccm, Bohrung/ Hub:
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==== Details zu den Motoren ====
                                                90,47mm/ 97mm, Kompression: 19,5:1, 107PS(80kW) bei 3.800U/min, Drehmoment 255Nm bei 1.800U/min
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* [[200Tdi]]
Technische Daten 300Tdi:  Wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Turbodieselmotor, direkte Einspritzung, Hubraum 2495ccm, Bohrung/ Hub:
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* [[300Tdi]]
                                                90,47mm/ 97mm, Kompression: 19,5:1, 113PS(83kW) bei 4.000U/min, Drehmoment 265Nm bei 1.800U/min
 

Aktuelle Version vom 27. August 2014, 14:27 Uhr

Lange bevor Name Defender geplant war wusste Land Rover, dass etwas mit den Dieselmotoren aus eigenem Hause passieren musste. Das wichtigste und vielversprechendste Projekt mit Namen Gemini startete Anfang 1985. Dieses war das Schlüsselprojekt von John Bilton, dem verantwortlichen Leiter für die Entwicklung Antriebsstrang. Er war überzeugt, der Weg nach vorn im europäischen Geländewagenmarkt würde über eine neue Generation von Dieselmotoren führen. Die Entwicklungsstufe der direkteinspritzenden Dieselmotoren stand noch am Anfang und war durch geringen Kraftstoffverbrauch zwar bestens bekannt, aber durch den ziemlich raue Motorlauf und das harte Verbrennungsgeräusch waren diese Motoren noch nicht ganz ausgereift. Sowohl Bosch, als auch Lucas/CAV hatten mit der Entwicklung von verschiedenen Systemen von Einspritzdüsen für diese neue Generation von direkteinspritzenden Turbodieseln experimentiert und standen kurz vor dem Durchbruch mit ihrer neuesten Düsengeneration. Bilton wusste, dass mit diesen neuen Düsen der Weg zum Durchbruch geebnet sein würde. Diese Bestrebungen mündeten letztendlich in dem Tdi Motor.

Der grundsätzliche Aufbau des 200Tdi und späteren 300Tdi Motors basierte auf dem 2,5 L Turbodiesel, jedoch wurden unter anderem ein neuer Block, neue Kolben und neue Pleuelstangen verwendet und die Strömungsrichtung des Kühlkreislaufs wurde umgedreht. Produziert wurde der Motor auf den bestehenden Produktionslinien des 2,5TD Motors in Solihull.
Der wesentliche Unterschied zum alten 2,5TD war aber der neue CNC gefräste Aluminium-Zylinderkopf. Die vorhandene Ansteuerung der Nockenwelle und die Betätigung der Ventile über Stößelstangen hingegen wurde beibehalten. Die Gewichtsreduktion des Aggregats gegenüber dem 2,5TD betrug so stattliche 20kg, er produzierte annähernd die gleiche Leistung wie der damals für den Range Rover zugekaufte VM Dieselmotor, bot aber im unteren Drehzahlbereich mehr Drehmoment. Es war somit klar, das dieser Motor in der gesamten Produktpalette eingesetzt werden könnte, so wie es auch beabsichtigt war.

Neun Monate vor Erscheinen des Land Rover Discovery 1989 wurde endgültig entschieden, dass der Gemini Motor dort eingesetzt werden wird und später für die ganze Palette der Land Rover Diesel Modelle übernommen würde.

Details zu den Motoren