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ein neuer Block, neue Kolben und neue Pleuelstangen verwendet und die Strömungsrichtung des Kühlkreislaufs wurde umgedreht.
 
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Trotzdem konnte der neue Motor auf der Produktionslinie des alten 2,5TD in Solihull produziert werden.
 
Trotzdem konnte der neue Motor auf der Produktionslinie des alten 2,5TD in Solihull produziert werden.

Version vom 30. Juni 2011, 19:02 Uhr

Lange bevor Name Defender geplant war wusste Land Rover, dass etwas mit den Dieselmotoren aus eigenem Hause passieren musste. Das wichtigste und vielversprechendste Projekt mit Namen Gemini startete Anfang 1985. Dieses war das Schlüsselprojekt von John Bilton, dem verantwortlichen Leiter für die Entwicklung Antriebsstrang. Er war überzeugt, der Weg nach vorn im europäischen Geländewagen Markt würde über eine neue Generation von Dieselmotoren führen. Die Entwicklungsstufe der direkteinspritzenden Dieselmotoren stand noch am Anfang und war zwar durch geringen Kraftstoffverbrauch zwar bestens bekannt, aber der recht raue Motorlauf und das harte Verbrennungsgeräusch waren noch nicht ganz so ausgereift. Sowohl Bosch, als auch Lucas/ CAV hatten mit der Entwicklung von verschiedenen Systemen von Einspritzdüsen für diese neue Generation von direkteinspritzenden Turbodieseln experimentiert und standen kurz vor dem Durchbruch mit ihrer neuesten Düsengeneration. Bilton wusste, dass mit diesen neuen Düsen der Weg zum Durchbruch geebnet sein würde.

Der grundsätzliche Aufbau des 200Tdi und späteren 300Tdi Motors basierte auf dem 2,5 L Turbo Diesel, jedoch wurden unter anderem ein neuer Block, neue Kolben und neue Pleuelstangen verwendet und die Strömungsrichtung des Kühlkreislaufs wurde umgedreht. Trotzdem konnte der neue Motor auf der Produktionslinie des alten 2,5TD in Solihull produziert werden. Der wesentlichste Unterschied zum alten 2,5TD war aber der neue CNC gefräste Aluminium Zylinderkopf, die alte Ansteuerung der Nockenwelle und die Betätigung der Ventile über Stößelstangen hingegen wurde beibehalten. Die Gewichtsreduktion des Aggregats gegenüber dem 2,5TD, betrug so stattliche 20kg, er produzierte annähernd die gleiche Leistung wie der damals für den Range Rover zugekaufte VM Dieselmotor, bot aber im unteren Drehzahlbereich mehr Drehmoment. Es war somit klar, das dieser Motor in der gesamten Produktpalette eingesetzt werden könnte, so wie es auch beabsichtigt war.

Neun Monate vor Erscheinen des Land Rover Discovery 1989 wurde endgültig entschieden, dass der Gemini Motor dort eingesetzt werden wird und später für die ganze Palette der Land Rover Diesel Modelle übernommen würde.

Details zu den Motoren